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Das Endocannabinoid-System: Ein körpereigenes  Regulationssystem einfach erklärt

Änderung ggü. Originalentwurf: Rein biologisch-edukativ, keine Aussage zu therapeutischer Wirkung bei  konkreten Erkrankungen. 

Wörter: ~~840 

Ein körpereigenes System 

Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein körpereigenes Signalsystem, das aus  Rezeptoren, körpereigenen Botenstoffen und abbauenden Enzymen besteht. Es wurde erst  in den 1990er Jahren wissenschaftlich entdeckt und ist seither Gegenstand intensiver  Forschung. Das ECS ist im gesamten Körper verteilt – unter anderem im Gehirn, im  Immunsystem, im Verdauungstrakt und in praktisch allen peripheren Organen.

Welche Funktionen erfüllt das ECS? 

Das Endocannabinoid-System ist an einer Vielzahl physiologischer Prozesse beteiligt,  darunter die Regulation von Schmerzempfindung, Entzündungsreaktionen, Stimmung,  Appetit, Schlaf-Wach-Rhythmus und Gedächtnisprozessen. Aufgrund dieser breiten  Beteiligung an grundlegenden Körperfunktionen wird das ECS in der Fachliteratur häufig als  eines der zentralen Regulationssysteme des menschlichen Organismus bezeichnet,  vergleichbar in seiner Bedeutung mit dem Hormon- oder Immunsystem. 

CB1- und CB2-Rezeptoren 

Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Hauptrezeptortypen: CB1-Rezeptoren, die vor allem  im zentralen Nervensystem vorkommen und unter anderem für die psychoaktiven Effekte von  THC verantwortlich sind, sowie CB2-Rezeptoren, die hauptsächlich im Immunsystem verteilt  sind und mit entzündungsmodulierenden Prozessen in Verbindung gebracht werden. Beide  Rezeptortypen sind seit ihrer Entdeckung Gegenstand intensiver wissenschaftlicher  Forschung, wobei kontinuierlich neue Erkenntnisse über ihre Verteilung und Funktion im  Körper gewonnen werden. 

Körpereigene und pflanzliche Cannabinoide 

Der menschliche Körper produziert eigene Botenstoffe, sogenannte Endocannabinoide – die  wichtigsten davon sind Anandamid und 2-Arachidonoylglycerol (2-AG). Auch in der  Cannabispflanze kommen Substanzen vor – sogenannte Phytocannabinoide wie THC und  CBD –, die mit denselben Rezeptorsystemen interagieren können, sich jedoch in ihrer  Bindungsaffinität und ihrem Wirkprofil von den körpereigenen Botenstoffen unterscheiden.  Diese strukturelle Ähnlichkeit erklärt, warum pflanzliche Cannabinoide überhaupt eine  biologische Wirkung im menschlichen Körper entfalten können. 

Ein weiterhin aktives Forschungsfeld 

Trotz erheblicher Fortschritte seit der Entdeckung des Endocannabinoid-Systems sind viele  Details seiner Funktionsweise noch nicht vollständig verstanden. Standardwerke der  Cannabismedizin widmen dem ECS daher regelmäßig eigene, ausführliche Kapitel, um den  aktuellen Wissensstand für Fachpublikum verständlich aufzubereiten. 

Wo finden Sie weitere Informationen? 

Wenn Sie sich für die medizinische Bedeutung des Endocannabinoid-Systems interessieren,  sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt oder informieren Sie sich bei wissenschaftlich  anerkannten Fachquellen und Standardwerken der Cannabismedizin. 

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine medizinische  Beratung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. 

Quellen: 

📚 Russo, E.B. (2011): Taming THC. British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. 

📖 Müller-Vahl, K.R. & Grotenhermen, F. (2024): Cannabis und Cannabinoide. 2. Aufl., MWV  Verlagsgesellschaft, Kapitel 3: Wie die Cannabinoide im Körper wirken. 

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