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GDP-Zertifizierung und MedCanG: Regulatorische  Grundlagen für den Cannabis-Großhandel in  Deutschland

Änderung ggü. Originalentwurf: Reine Unternehmens-/Regulatorikdarstellung (zulässige Imagewerbung),  keine Wirkungsaussagen zu Produkten. 

Wörter: ~~860 

Was ist Good Distribution Practice (GDP)? 

Good Distribution Practice (GDP) ist ein europäischer Qualitätsstandard für den Großhandel  mit Arzneimitteln, der auf EU-Ebene durch entsprechende Leitlinien der European Medicines  Agency (EMA) konkretisiert wird. GDP stellt sicher, dass Produkte entlang der gesamten  Lieferkette – vom Hersteller bis zur Apotheke – fachgerecht gelagert, transportiert und  lückenlos dokumentiert werden. Zu den zentralen Anforderungen zählen unter anderem eine  durchgängige Temperaturkontrolle, eine vollständige Rückverfolgbarkeit jeder Lieferung  sowie die Benennung einer qualifizierten, verantwortlichen Person im Unternehmen. 

Warum GDP bei medizinischem Cannabis besonders relevant ist 

Medizinisches Cannabis gilt als empfindliches Produkt, das auf Temperaturschwankungen,  Lichteinfall und Feuchtigkeit reagieren kann. Eine durchgehend GDP-konforme Lagerung und  ein lückenlos dokumentierter Transport sind daher entscheidend, um die Produktqualität vom  Erzeuger bis zur Abgabe an den Patienten zu erhalten. Behörden überprüfen die Einhaltung  dieser Standards im Rahmen regelmäßiger Inspektionen. 

Das Medizinalcannabisgesetz (MedCanG) 

Das MedCanG bildet seit April 2024 den eigenständigen rechtlichen Rahmen für den Umgang  mit medizinischem Cannabis in Deutschland und löste die vorherige Regelung im Rahmen  des Betäubungsmittelgesetzes ab. Es regelt unter anderem den Import, den Großhandel sowie die Abgabe von medizinischem Cannabis und schafft damit klarere, spezifischere  Strukturen als das vorherige allgemeine Betäubungsmittelrecht. Unternehmen, die  medizinisches Cannabis im deutschen Markt importieren und handeln möchten, benötigen  neben einer Großhandelserlaubnis nach dem Arzneimittelgesetz der zuständigen  Landesbehörde eine entsprechende MedCanG-Erlaubnis der zuständigen  Bundesoberbehörde. 

Zusammenspiel beider Regelwerke 

GDP und MedCanG ergänzen sich: Während das MedCanG den rechtlichen Rahmen für den  Handel mit medizinischem Cannabis als solchem vorgibt, stellt GDP sicher, dass die  physische Handhabung – also Lagerung, Transport und Dokumentation – durchgehend  pharmazeutischen Qualitätsstandards entspricht. Für Apotheken und verordnende Ärzte  bedeutet das Zusammenspiel beider Regelwerke eine erhöhte Verlässlichkeit hinsichtlich der  Produktqualität ihrer Lieferanten. 

Bedeutung für die Branche 

Mit wachsendem Marktvolumen gewinnt die Frage der regulatorischen Konformität  zunehmend an Bedeutung für die gesamte Branche. GDP-Zertifizierung und MedCanG Erlaubnis sind wichtige Bausteine, um Versorgungssicherheit und einheitliche 

Qualitätsstandards in einer zunehmend komplexen, internationalen Lieferkette zu  gewährleisten. 

Pharmacali als lizenziertes Unternehmen 

Pharmacali verfügt sowohl über die GDP-Zertifizierung als auch über die erforderliche  MedCanG-Erlaubnis und ist damit berechtigt, am regulierten deutschen Großhandelsmarkt für  medizinisches Cannabis teilzunehmen. Die entsprechenden Zertifikate und Bescheide  können auf Anfrage eingesehen werden. 

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine medizinische  Beratung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. 

Quellen: 

📚 Bundesministerium für Gesundheit: Medizinalcannabisgesetz (MedCanG), 2024. 

📚 European Medicines Agency (EMA): Guidelines on Good Distribution Practice of medicinal products for  human use. 

📖 Müller-Vahl, K.R. & Grotenhermen, F. (2024): Cannabis und Cannabinoide. 2. Aufl., MWV  Verlagsgesellschaft, Kapitel zur Rechtslage in Deutschland. 

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