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Chronische Schmerzen verstehen: Ursachen,  Auswirkungen und Behandlungswege 

Änderung ggü. Originalentwurf: Cannabis-Wirkversprechen entfernt. Allgemeiner Gesundheitsartikel ohne  Verknüpfung ‚Cannabis hilft bei Schmerzen‘ (§ 10 HWG). 

Wörter: ~~880 

Was sind chronische Schmerzen? 

Chronische Schmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen  überhaupt und betreffen schätzungsweise jeden fünften Erwachsenen in Deutschland in  unterschiedlicher Ausprägung. Anders als akute Schmerzen, die eine wichtige Warnfunktion  für den Körper erfüllen, verlieren chronische Schmerzen oft ihren ursprünglichen  Schutzcharakter und entwickeln sich zu einer eigenständigen Erkrankung – dem sogenannten  Schmerzgedächtnis. Sie können durch Verletzungen, fortbestehende Entzündungsprozesse,  Nervenschädigungen oder degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates entstehen. 

Die Vielschichtigkeit des Schmerzerlebens 

Schmerz ist niemals ein rein körperliches Phänomen. Die moderne Schmerzmedizin  betrachtet chronischen Schmerz als ein biopsychosoziales Geschehen, bei dem körperliche  Ursachen, psychische Verarbeitung und soziales Umfeld eng miteinander verwoben sind.  Diese Komplexität erklärt, warum zwei Menschen mit vergleichbaren körperlichen Befunden  ein völlig unterschiedliches Schmerzerleben haben können. 

Auswirkungen auf den Alltag 

Menschen mit chronischen Schmerzen berichten häufig von erheblichen Einschränkungen im  Alltag – von eingeschränkter Mobilität und Erwerbsfähigkeit bis hin zu psychischen  Belastungen wie Schlafproblemen, chronischer Erschöpfung oder depressiven  Verstimmungen. Diese Wechselwirkungen können sich gegenseitig verstärken: Schlafmangel  verschlechtert die Schmerzverarbeitung, anhaltender Schmerz wiederum erschwert  erholsamen Schlaf. Eine ganzheitliche Betrachtung von Körper und Psyche ist daher in der  modernen Schmerztherapie von zentraler Bedeutung.

Warum sprechen viele Patienten nur unzureichend auf  Standardtherapien an? 

Ein erheblicher Teil der Betroffenen spricht nur unzureichend auf klassische Schmerzmittel,  Physiotherapie oder psychologische Unterstützung an. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sie  liegen in der individuellen Schmerzverarbeitung im Nervensystem, in Begleiterkrankungen, in  unerwünschten Nebenwirkungen bestehender Medikamente oder schlicht darin, dass die  zugrunde liegende Ursache des Schmerzes bislang nicht abschließend identifiziert wurde. 

Der Weg zur richtigen Therapie 

Die Behandlung chronischer Schmerzen erfordert in der Regel ein individuelles, ärztlich  begleitetes und oft multimodales Vorgehen. Verschiedene Therapieansätze – von  medikamentösen über physiotherapeutische bis hin zu psychotherapeutischen und  ergänzenden Verfahren – können je nach Schmerzursache und Patientensituation kombiniert  werden. Spezialisierte Schmerzzentren bieten interdisziplinäre Behandlungskonzepte an, in  denen Ärzte verschiedener Fachrichtungen gemeinsam mit Physio- und Psychotherapeuten  zusammenarbeiten. 

Unser Rat 

Wenn Sie unter anhaltenden Schmerzen leiden, die Ihren Alltag beeinträchtigen, sprechen  Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Schmerztherapeuten. Nur eine individuelle ärztliche  Diagnose kann klären, welche der zahlreichen verfügbaren Therapieoptionen für Ihre spezifische Situation infrage kommen. Je früher eine fachgerechte Abklärung erfolgt, desto  besser stehen die Chancen, eine Chronifizierung zu verhindern oder zumindest abzumildern. 

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine medizinische  Beratung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. 

Quellen: 

📚 5swan (2026): Medizinisches Cannabis bei chronischen Schmerzen – allgemeine Informationen zum  Krankheitsbild. 

📖 Grotenhermen, F. (2023): Hanf als Medizin. AT Verlag, ISBN 978-3-03788-285-6

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